Botulinum Toxin A (kurz Botox) kommt bei verschiedenen Indikationen in der Orthopädie zur Anwendung, zum Beispiel

  • Migräne und Spannungskopfschmerzen (tension type headache, TTH)
  • Kiefergelenk Dysfunktionen
  • Chronische Epicondylitis (Tennis- und Golfer Ellenbogen)
  • Plantarfasziitis
  • Funktionelles Kompartment Syndrom

 

Wirkmechanismus

Botox bewirkt, dass die Freisetzung von Botenstoffen (Azetylcholin, ACh) verhindert wird. ACh wird benötigt, um die Erregungsleitung von Nerven auf Muskeln zu übertragen. Wird dies durch Botox verhindert, kann man eine gwüschte und gezielte Muskelschwächung erreichen. Zudem kommt es dadurch zu einer Hemmung der Schweissproduktion. Ausserdem wird durch Botox die Ausschüttung von Schmerzbotenstoffen (Supstanz P, CGRP) verhindert. Dadurch kann eine Schmerzsensibilisierung und Ausbildung eines Schmerzgedächtnisses vermieden werden.

 

Wirkdauer:

  • Auf Muskulatur 3-4 Monate
  • Auf Schweissdrüsen 6-9 Monate