Hüftarthroskopie

hueftarthroskopie

Die Arthroskopie der Hüfte ist ein Verfahren zur minimal-invasiven Untersuchung und gleichzeitigen operativen Behandlung. Hierbei sind meist zwei bis vier kleine Einstiche ausreichend, um eine Kamera und spezielle Instrumente in das Gelenk einführen zu können.

So lässt sich nahezu der gesamte Hüftgelenksraum einsehen. Durch das Einführen von speziellen Instrumenten können gleichzeitig verschiedene krankhafte Veränderungen behandelt werden.

Die Hüftarthroskopie wird als kurzstationärer Eingriff durchgeführt. Nach der Operation ist meist schon nach einer Woche die Vollbelastung ohne Gehstützen möglich.

Indikationen

  • Femoroazetabuläres Impingement (Cam Impingement, Pincer Impingement)
    Hierbei kommt es zu einem zu frühen Kontakt zwischen dem Schenkelhals und der Gelenkpfanne bei Beugung und Drehbewegungen im Hüftgelenk. So können Verletzungen des Gelenkknorpels und der Gelenklippe (Labrum) entstehen. Dies führt zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung und begünstigt die Arthroseentstehung. Im Rahmen der Hüftarthroskopie kann störender Knochen am Übergang Hüftkopf/Schenkelhals oder an der Gelenkpfanne weggenommen werden.
  • Arthrose des Hüftgelenks (Coxarthrose)
    Bei leichten bis mittelschweren Arthrosen können arthroskopisch Knorpel und Gelenklippe geglättet werden, Gelenkkörper werden entfernt, knöcherne Ausziehungen (Osteophyten) werden abgetragen. Bei schweren Arthrosen mit einem fast aufgehobenen Gelenkspalt ist keine Arthroskopie meht möglich, hier muss das Gelenk ersetzt werden (Hüftprothese).
  • freie Gelenkkörper
  • Verletzungen des Labrum acetabulare (Gelenklippe)
  • Verletzung des Ligametum capitis femoris (Kopfband)
  • Knorpelschäden
  • unklare Schmerzen des Hüftgelenkes
  • inneres Hüftschnappen (Coxa saltans interna)
  • Erkrankungen der Gelenkschleimhaut
  • Infektion des Hüftgelenkes

Autor: Dr. Matthias Kusma