Femoroazetabuläres Impingement (FAI)

Das Femoroazetabuläre Impingement beschreibt einen krankhaften, verfrühten Kontakt zwischen dem Schenkelhals und der Gelenkpfanne bei Beugung und Drehbewegungen im Hüftgelenk. So können Verletzungen des Gelenkknorpels und der Gelenklippe (Labrum) entstehen. Das FAI wird heute als wichtige Mitursache bei der Entstehung der Hüftgelenksarthrose angesehen.
Je nachdem wo die Ursache des FAI lokalisiert ist spricht man vom Cam- bzw. dem Pincer-FAI. Häufig finden sich Mischformen beider Typen.

Cam FAI (Nockenwellen FAI)

Bei dem Cam FAI liegt eine Formveränderung mit knöcherner Ausziehung am Übergang vom Hüftkopf zum Schenkelhals vor. Diese knöcherne Ausziehung (Bump) wird bei Beugung und Drehbewegung in die Gelenkpfanne eingedreht und kann dort den Gelenkknorpel schädigen. Arthroskopisch kann der Bump abgefräst werden.

Pincer FAI (Beißzangen FAI)

Hier liegt die Ursache des Impingements an der Gelenkpfanne. Durch eine zu weite, beißzangenartige Umfassung des Hüftkopfes durch die Pfanne kommt es zu einem verfrühten Kontakt des Schenkelhalses mit der Gelenklippe (Labrum). Dies führt v.a. zu Labrumverletzungen. Viele Ursachen des Pincer FAI lassen sich arthroskopisch beheben. Unter Umständen ist hierzu eine Naht des Labrums erforderlich.