Meniskuseratz

meniskusersatzBei großen Meniskusverlusten insbesondere beim jungen Patienten wurden verschiedene Wege beschritten um die Pufferfunktion wiederherstellen. Neben menschlichen Spendermenisken kamen auch künstliche Platzhalter aus tierischem Kollagen zum Einsatz. Diese werden eingenäht und im Rahmen der Einheilung durch eigenen Faserknorpel ersetzt.

Eine neue Generation des Kunstmeniskus (Actifit™) hat nun die klinischen Testung abgeschlossen und wurde erfolgreich deutschland- und europaweit zugelassen. Es handelt sich dabei um ein widerstandsfähiges, flexibles, biologisch abbaubares und chemisch unbedenkliches synthetisches Polymergerüst mit wabenartigen Poren, in die Blutgefäße rasch einwachsen können. Dadurch wird der Transport und die Bildung von Knorpel regenerierenden Zellen, die ein Nachwachsen von neuem Meniskusgewebe initiieren, gefördert.

Mittels eines einzigen chirurgischen Eingriffs werden der Puffereffekt des Meniskus wiederhergestellt und die Schmerzen des Patienten gelindert. Der Patient hat eine größere Chance, künftig schmerzfrei zu bleiben, sich seine Mobilität zu erhalten sowie Gelenkknorpelschäden und eine weitere Degeneration, die zu einer Arthrose führt und schließlich einen künstlichen Gelenkersatz erfordert, zu vermeiden.

Zunächst wird das beschädigte Meniskusgewebe ausgeräumt, so dass ein gut durchblutetes Areal verbleibt. Anschließend wird der Defekt abgemessen und der Kunstmeniskus auf die für das beschädigte Areal perfekte Passform zugeschnitten. Anschließend erfolgt das arthroskopische Annähen des Kunstmeniskus im Gelenk.