Microfracturing

Die Mikrofrakturierung stellt ein knochenmarkstimulierendes Verfahren dar und findet Anwendung bei begrenzten Knorpelschäden, die bis auf den Knochen reichen.

Hierzu hat sich eine Methode des amerikanischen Chirurgen Dr. Steadman bewährt, der Anfang der achtziger Jahre die so genannte Mikrofrakturierung einführte. In den folgenden Jahren hat er bei zahlreichen Weltklasseskiläufern und anderen Profisportlern mit dieser Methode erfolgreich Knorpeldefekte mit Ersatzknorpel auffüllen können.

Im Rahmen einer Kniegelenksarthroskopie werden mit Hilfe einer spitz zulaufenden Ahle kleine Löcher in den Knochen unter der fehlenden Knorpelschicht eingebracht.

In der Folge kommt es zu einer Blutung aus dem Knochen und Blutstammzellen haften an der Stelle der Mikrofrakturierung an. Unter Entlastung des Kniegelenks und Bewegung mittels Motorschiene differenzieren sich diese Blutstammzellen nach einigen Monaten zu Faserknorpel und füllen dadurch den Knorpeldefekt auf. Dies ermöglicht dem Patienten Schmerzfreiheit bei normaler Belastbarkeit.

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